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Gemeinsames Pressestatement zu den Berichten der Medizinstudierenden über sexualisierte Übergriffe beim Deutschen Ärztetag

Berlin, 16.05.2026 – Zu den Berichten der Medizinstudierenden über sexualisierte Übergriffe beim Deutschen Ärztetag erklären die Bundesvorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Blumenthal-Beier, sowie der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ), Dr. Michael Hubmann, wie auch die Vizepräsidentin des BVKJ, Dr. Anke Steuerer, und der Vizepräsident des BVKJ, Dr. Stefan Trapp:

„Wir danken den Medizinstudierenden für ihren Mut, über sexualisierte Übergriffe beim Deutschen Ärztetag gegenüber Mitgliedern ihrer Delegation zu berichten. Sexualisierte Gewalt ist überall in unserer Gesellschaft Realität – auch die Ärzteschaft ist davon nicht ausgenommen.

Gegenüber sexualisierter Gewalt gilt ausnahmslos: Null Toleranz. Jede Tat ist eine zu viel. Daher verdienen Hinweise auf derartige Übergriffe nicht nur Aufklärung und eine offene Debatte, wie wir sie im Anschluss an die Berichte in Hannover erlebt haben, sondern auch entschlossenes Handeln. Es reicht nicht, bei gemeinsamen Solidaritätsbekundungen stehenzubleiben. Man muss genau dorthin schauen, wo Übergriffe stattfinden, Strukturen kritisch prüfen und notwendige Veränderungen einleiten – das gilt für den Deutschen Ärztetag wie auch für alle anderen Bereiche in unserer Gesellschaft.“