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Pressestatement zu den Ausführungen von Bundesgesundheitsministern Nina Warken bezüglich der Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV)

Berlin, 08.05.2026 – Zu den Ausführungen von Bundesgesundheitsministern Nina Warken in der Ärzte Zeitung bezüglich der Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV), erklären die Bundesvorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Markus Blumenthal-Beier:

„Wir begrüßen es sehr, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sich ohne Wenn und Aber zu den Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) bekennt und dabei ausdrücklich unterstreicht, dass die HZV im Rahmen eines verbindlichen, flächendeckenden hausärztlichen Primärversorgungssystem gleichberechtigt zum Kollektivvertrag bestehen wird. In diesem Zusammenhang weist die Ministerin im Interview darauf hin, dass die HZV eine bundesweite Erfolgsgeschichte ist. 

Vor diesem Hintergrund erscheinen die geplanten Regelungen zur HZV im GKV-Spargesetz umso unverständlicher! Dort soll die HZV gleich doppelt ausgebremst werden: Einmal über die Bindung der Vergütungssteigerungen an die Grundlohnrate sowie über die so genannte Fixkostendegression.

Die Fixkostendegression ist nichts anderes als eine Versorgungsbremse, mit der Praxen finanziell dafür bestraft werden sollen, wenn sie mehr Versicherte in die HZV einschreiben und koordiniert versorgen. Diese Regelung ist vollkommen kontraproduktiv.

Wir Hausärztinnen und Hausärzte sind bereit unseren Beitrag zu leisten. Aber wir wehren uns gegen Kürzungsmaßnahmen, die es uns unmöglich machen, gut und koordiniert zu versorgen – gerade vor dem Hintergrund des geplanten flächendeckenden hausärztlichen Primärversorgungssystems. Es gibt deutlich sinnvollere Bereiche, um zu sparen. 

Auf diese Tatsachen werden wir in den kommenden Wochen immer wieder und mit Nachdruck hinweisen.“